Energie-Dialog: Neuordnung des Energiemarktes nicht auf Kosten der Versorgungsicherheit

Umfassende und zügige Novellierung des KWK-G Notwendig

Wiesbaden, 13.05.2015. Am Dienstag fand der Energie-Dialog zum Thema „Versorgungssicherheit im Energiemarkt der Zukunft“ des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz (LDEW) und der Landesgruppe Hessen des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) in Wiesbaden statt. 

Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung der beiden Verbände diskutierten die Referenten grundlegende Fragen zum Thema Versorgungssicherheit im Strombereich mit den Teilnehmern. Eine zentrale Rolle in der Diskussion spielte die Frage nach der Neuordnung des Energiemarktes.  VKU und der LDEW haben eine gemeinsame Antwort:  „Die Bundesregierung muss sich der Frage annehmen, wie trotz des steigenden Anteils der erneuerbaren Energien im Markt Versorgungssicherheit hergestellt werden kann. Wir schlagen ein stufenweises Vorgehen zur Entwicklung des Strommarktes über Anpassungen im aktuellen Marktdesign, eine Übergangsreserve hin zu einem wettbewerblichen dezentralen Leistungsmarkt vor“, so die beiden Vorsitzenden Dr. Constantin H. Alsheimer und Ralf Schodlok. 

Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir sprach sich für den Aufbau einer Kraftwerksreserve aus: „Ganz gleich, für welches Marktmodell man sich entscheidet, wird eine flexible Reserve zumindest für eine Übergangszeit nötig sein, um unser hohes Niveau der Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Selbstverständlich muss der Klimaschutz dabei ein maßgebliches Kriterium sein.“ Gleichzeitig müsse der  Energiemarkt weiterentwickelt und dem wachsenden Anteil Erneuerbarer Energien angepasst werden. Dazu könnten etwa günstigere Bedingungen für Speicher zählen. 

Grundlegend für die Sicherstellung der Energieversorgung ist außerdem die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetztes (KWKG). Auch In diesem Punkt sind sich die Verbände einig: „Die hocheffiziente KWK-Technologie ist unverzichtbar für eine sichere Versorgung in einem zunehmend auf erneuerbaren Energien fußendem System. Darüber hinaus ist sie dem Klimaschutz äußerst zuträglich“, so Schodlok und Dr. Alsheimer übereinstimmend.

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