So heizt Rheinland-Pfalz

Erdgas laut BDEW-Studie mit Abstand beliebtester Energieträger in rheinland-pfälzischen Heizungskellern

Mainz, 14. Dezember 2015Mehr als die Hälfte aller rheinland-pfälzischen Wohnungen werden mit Erdgas beheizt. In Sachen Heizungserneuerung und anderen Energiesparmaßnahmen deckt die Studie Nachholbedarf in Rheinland-Pfalz auf.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zum Heizungsmarkt, die nun auf die einzelnen Bundesländer heruntergebrochen wurde. Für die vom Marktforschungsinstitut GfK, Nürnberg, durchgeführte Studie unter dem Titel "Wie heizt Deutschland?" wurden über 5.000 Haushalte im gesamten Bundesgebiet befragt.

Erdgas ist und bleibt der mit Abstand beliebteste Energieträger zur Wohungsbeheizung in Rheinland-Pfalz. 53,2 % aller Wohnungen in Rheinland-Pfalz werden mit Erdgas beheizt. Einen deutlich geringeren Anteil haben dagegen die Energieträger Öl mit 30,5 % und Fernwärme mit 4,1 % auf den Platzen 2 und 3 der rheinland-pfälzischen Beliebtheitsskala.

Nachholbedarf besteht in Rheinland-Pfalz bei Modernisierungs- und Energiesparmaßnahmen, wie z.B. die Erneuerung der Fenster und/oder Heizungsanlage, die Dämmung der Wände/des Dachs oder der Austausch der Thermostate an den Heizkörpern. Lediglich in 67,7 % der Wohngebäude in Rheinland-Pfalz wurden solche Maßnahmen durchgeführt.

Im Heizungskeller macht sich das fehlende Engagement der Rheinland-Pfälzer bei Modernisierungsmaßnahmen besonders bemerkbar. Das Durchschnittsalter der rheinland-pfälzischen Heizungsanlagen beträgt 16,8 Jahre. Dabei sind 35 % der Heizungsanlagen in rheinland-pfälzischen Wohnungen 20 Jahre alt oder älter. Josef Rönz, Vorsitzender des LDEW Hessen/Rheinland-Pfalz in Rheinland-Pfalz, dazu: „gerade mit dem Austausch älterer Anlagen, auch wenn Sie zuverlässig und sicher ihren Dienst tun, lässt sich richtig Geld sparen und gleichzeitig was für die Umwelt tun. Denn sie verursachen höhere Energieverbäuche und damit deutlich höhere Betriebskosten sowie höhere CO2-Emissionen als moderne Anlagen.“

Zur Bedeutung dieser Erkenntnisse für die rheinland-pfälzische Landespolitik erläutert Rönz: „Gerade für Modernisierungsmaßnahmen im Heizungskeller‎ wären auf Landesebene Fördermöglichkeiten sinnvoll, da mit geringem Mitteleinsatz viel regionale Wertschöpfung erzielt werden könnte.“

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